geschrieben von Game Master Lena

Als ich vor einigen Jahren bei einem Städtetrip das erste Mal auf einen Escape Room stieß, hat den aufkommenden Trend natürlich schon jeder vor mir mitbekommen. “Hä, was macht man da? Sich in einem Raum einsperren lassen? Und wieso sollte ich dafür so viel Geld ausgeben?” Weil ich damals in etwa so geklungen habe, wie meine Großeltern heute, wenn ich ihnen zum 20. Mal erkläre, wo genau ich jetzt nochmal arbeite, versuche ich hier kurz und knackig zusammenzufassen, was ein Escape Room ist, woher die Idee kommt und wieso ich heute süchtig danach bin.

Escape Room

Die Faszination Escape Rooms fesselt mich bis heute.

Alles begann mit Escape Room Video Games

Bevor es dazu kam, dass eine Gruppe schwitzender Leute sich gemeinsam in einem Raum über Zahlenkombinationen stritten, fand das ganze erstmal nur digital und im Singleplayer-Modus statt. Durch verschiedene Einflüsse, wie Schnitzeljagden, Geisterbahnen, Brett- und Rollenspiele, fanden Computerspiele mit interaktivem Rätselcharakter schnell große Beliebtheit. Diese Point-and-Click-Adventure-Games, die später zum Teil sogar als Apps erschienen, basierten darauf, dass Spieler sich in einem virtuellen Raum umsehen und Hinweise suchen mussten, um weiterzukommen. Eines der ersten Spiele seiner Art war “Crimson Room”. Ein Flash-Game von Toshimitsu Takagi, in dem man aus einem Zimmer entkommen musste, ohne die Erinnerung, es je betreten zu haben. Klingt eigentlich erstmal unheimlich statt spaßig, wenn man darüber nachdenkt! Mit diesem doch sehr simplen Point-and-Click Konzept war damit jedenfalls der erste Schritt in Richtung moderner Live Escape Rooms getan.

Crimson Room

Der Beginn der Live Escape Rooms: Das Game Crimson Room.

Made in Japan – oder doch Ungarn?

Einige Jahre später eröffnete Takao Kato den ersten “Real-Life” Escape Room unter dem Namen ‘Real Escape Game’ der japanischen SCRAP Company. In diesem Vorreiter der Team-basierten Fluchtspiele ging es darum, ähnlich wie bei den Videospielen Logik- oder Mathematik-Rätsel zu lösen. 2011 waren mit “Parapark” in Budapest auch in Europa die ersten Escape Rooms vertreten. Der Gründer Attila Gyurkovics behauptete jedoch, nichts von den Kollegen in Japan gewusst zu haben. Parapark kann mit den Standard Escape Rooms, wie wir sie kennen, verglichen werden, in denen Teams nach Schlüsseln und Kombinationen für Schlösser suchen. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung in Ungarn wurde das Konzept auch in den USA vorgestellt und dort eine bis heute enthusiastische Szene gegründet. Unter den ersten waren dabei “Puzzle Break” von Nate Martin.

Escape Rooms im deutschsprachigen Raum

Kommen wir zu dem Teil der Geschichte, den ich immer für die Geburtsstunde der Escape Rooms gehalten habe. Im Jahre 2012 erfand der schweizer Physiklehrer Gabriel Palacios für seine Schüler*innen ein Spiel. Dabei mussten sie naturwissenschaftliche Rätsel lösen, um aus einem Keller auszubrechen. Das klingt zumindest in meinen Ohren zwar im ersten Moment pädagogisch nicht ganz korrekt, aber bei der Öffentlichkeit kam der mühevoll zusammengebaute Escape Room sofort unglaublich gut an. Die schweizer Medien berichteten von dem Projekt und schon bald gründete  Palacios das Unternehmen AdventureRooms.  Die Kette ist heute in weltweit 15 Ländern vertreten!

Wie sieht’s heute aus?

Die Geschichte der Escape Rooms ist keinesfalls vorbei. Es gibt immer wieder kreative Köpfe, die sich noch spannendere, noch immersivere, noch längere und noch kniffligere Games ausdenken. Hinzu kommen interessante Features, wie etwa die Schauspieleinlagen bei Locks & Clocks.

Starte jetzt deine eigene Geschichte und buche deine Mission!